Methodenvielfalt

Achtsamkeitstraining

Unglücklich, sein kann jeder, sich unglücklich machen will gelernt sein.“ (Paul Watzlawick)

Achtsamkeit ist eine Möglichkeit, das Leben zu entschleunigen. Wer lernt, Momente bewusst zu erleben und auf seine inneren Regungen zu horchen, schützt Seele und Körper. Achtsamkeit heißt, sich nicht nur auf Ergebnisse auszurichten, sondern auf das Erleben selbst, sich wieder auf seine Träume und Fähigkeiten zu besinnen. Den Tunnelblick wieder öffnen. Achtsamkeit lässt sich einfach in den Alltag integrieren. Wer ständig in Gedanken in der Zukunft ist, dem entgeht genau das, was gerade passiert. Dem entgeht sein Leben.

Focusing - der gefühlte Sinn

Möchten Sie manchmal in bestimmten Situationen ihres Lebens mehr Klarheit empfinden? Eine Klarheit, mit der Sie wissen, was Sie wirklich wollen und was nicht? Was zu tun und was besser zu unterlassen ist? Wer oder was Ihnen gut tut? Sensibel werden für das, was sie bereits im Körper spüren, aber die Worte noch fehlen, um es benennen zu können.

Unser Körpergefühl sagt häufig viel aus über die unbewusste Einschätzung einer bestimmten Situation. Es ist wichtig, dieses Empfinden wahr- und ernst zu nehmen. Wenn Kopf, Herz und Bauch in stimmiger Verbindung sind, eröffnen sich neue Möglichkeiten des Denkens, Fühlens und Handelns. Es werden die eigenen Ressourcen (Fähigkeiten, Möglichkeiten) auf der körperlichen Ebene aktiviert. Damit kann eine neue Perspektive zum Problem eingenommen werden. Es stellt sich ein Gefühl der Stimmigkeit und Klarheit ein.

Gewaltfreie oder Wertschätzende Kommunikation

Das hat mich jetzt aber getroffen, was du gesagt hast - Worte können wie Pfeile sein. Oft erzeugen sie Schmerz und Leid und ihr Gift wirkt lange nach. Haben Sie sich schon einmal wahnsinnig über etwas geärgert, was jemand gesagt oder nicht gesagt hat? Haben dem anderen Fehlverhalten oder gar böse Absicht unterstellt und im Sinne ihrer Annahmen reagiert? Hinterher mussten Sie allerdings manchmal feststellen, dass es gar nicht so war wie Sie dachten? Worte sind wie Pfeile, einmal abgeschickt, kann man sie nicht mehr zu rückholen.

Häufig vermischen wir Beobachtung und Interpretation, verwechseln Gefühle mit Gedanken, kennen unsere Bedürfnisse nicht und fordern anstatt zu bitten. Das ist eine klassische Voraussetzung für Missverständnisse. Eine Möglichkeit besser miteinander auszukommen ist die Wertschätzende oder Gewaltfreie Kommunikation. Gfk ist mehr als nur ein erlernbares Kommunikationsmodell. Die vier Schritte Beobachten, Gefühle wahrnehmen, Bedürfnisse ausdrücken und Bitten statt zu Fordern sind rasch zu verstehen. GfK ist simpel jedoch keineswegs einfach (Marshall Rosenberg). GfK ist vor allem auch eine innere Haltung. Solange es mir darum geht, Recht zu haben, zu manipulieren oder meine Lieblingslösung durchzusetzen, wird Gfk nicht funktionieren. Die UNO setzt weltweit in Krisengebieten in Gfk ausgebildete Vermittler ein. Gfk wird in der Wirtschaft angewendet und zunehmend auch im privaten Umfeld.

Klientenzentrierte Gesprächführung nach Rogers

Diese sehr hilfreiche Gesprächstechnik zählt zu den Verfahren der humanistischen Psychologie. Sie ist darauf ausgerichtet, mit seinen Gefühlen, Wünschen und Wertvorstellungen in Kontakt zu kommen. Manchmal steht uns ein negatives Selbstbild dabei im Weg und wir setzen uns Grenzen, die nicht unsere eigenen sind. Wir tun Dinge, die nicht unseren Bedürfnissen entsprechen und orientieren uns an den Werten Anderer.

Die Klientenzentrierte Gesprächsführung hilft unser verzerrtes Selbstbild wieder in Übereinstimmung mit unsere eigenen Werten und Bedürfnissen zu bringen. In Krisen neigen wir dazu, allzu sehr auf das Problem oder Vergangenes zu schauen. Sie werden angeleitet, neue Sichtweisen zu entwickeln, Lösungsmöglichkeiten zu finden und hilfreiche Alternativen zu entdecken. Leben findet im Hier und Jetzt statt. Wenn die beste Zeit einen Baum zu pflanzen vor 20 Jahren war, dann ist die nächstbeste jetzt. Die Technik dient dazu, Sie dabei zu unterstützen, ihre Gefühle in Worte zu fassen und eigene Wertvorstellungen und Ziele zu klären und sich somit in Ihrer gesamten Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

NLP

Der Glaube, es gebe nur eine Wirklichkeit ist die gefährlichste Selbsttäuschung. (Paul Watzlawick)

Neuro-Linguistisches Programmieren gilt als bedeutsames Konzept für Kommunikation und Veränderung, das heute ganz besonders von Menschen nachgefragt und genutzt wird, die beruflich mit Kommunikation zu tun haben. Im Verlauf unseres Lebens machen wir viele Erfahrungen, die uns formen und prägen. All diese subjektiven Erfahrungen, die wir durch unsere fünf Sinne wahrnehmen, speichern wir in unserm Gehirn ab. NLP untersucht die Muster oder die “Programmierungen“ die durch die Interaktionen von Gehirn (Neuro), Sprache (Linguistik) und Körper kreiert werden, und die sowohl effektives wie auch ineffektives Verhalten produzieren können. Hören wir als Kind häufig, wir seien ungeschickt, dumm, nicht gut genug oder schüchtern, beginnen wir das zu glauben. Viele unserer Glaubensätze und Denkmuster stammen aus unserer Kindheit oder Jugend. Manches hatte damals Sinn und seine Berechtigung. Heute kann dieses aber hinderlich sein, unsere Möglichkeiten ganz auszuschöpfen, um ein erfülltes, selbstverantwortliches und zufriedenstellendes Leben zu führen. Unsere Art, wie wir über Dinge denken, beeinflusst unsere Sicht auf das, was wir wahrnehmen und umgekehrt. Dies macht unser Lebensgefühl aus. Wenn Sie einen dauerhaften Veränderungsprozess und Weiterentwicklung anstreben, stehe ich als zertifizierte NLP-Trainerin (DVNLP) an ihrer Seite.

Prozess und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP)

Der Körper ist die Bühne für unsere Gefühle.
(Antonio Damasio, Hirnforscher)

Unser Kopf hat enormen Einfluss auf die Befindlichkeit des Körpers. PEP bezieht sowohl das Denken wie auch den Körper in die Arbeit mit ein. Sie hilft, Blockaden im Fühlen, Denken und Verhalten aufzuspüren und zu lösen. Ein weiterer schöner Aspekt ist die Verbesserung des Selbstwertgefühls durch ein Selbstwerttraining, das auch noch Spaß macht, und Einsichten bringt, wie man es anstellt, sich das Leben schwer zu machen.

PEP hat sich als ausgesprochen nützliche und wirksame emotionale Selbsthilfe erwiesen und wird sowohl im Coaching und in der Stressmedizin sowie in Psychosomatik und in der Traumatherapie angewandt. Die Technik ist leicht erlernbar und führt rasch dazu, dass unser Gehirn wieder in einen Zustand größerer Lösungskompetenz gelangt.

Wer also unter Lampenfieber, niedrigem Selbstwert, Versagen oder anderen Ängsten leidet, ist mit PEP auf einem guten Weg, seine emotionalen oder kognitiven „Quälgeister“ wie Enttäuschung, Einsamkeit, Frustration, Schuld oder Scham zu verabschieden. Auch belastende hartnäckige Erinnerungen werden entmachtet. Ihre Lebensqualität und Ihr erleben von Selbstwirksamkeit verbessern sich spürbar.

Selbstwirksamkeit

Problem erkannt, Ziel definiert und jetzt? Wer vor einer Aufgabe steht, braucht eine richtige Strategie. Im Wesentlichen geht es um das Vertrauen in das eigene Vermögen etwas aus eigener Kraft zu erreichen. Man muss vor allem daran glauben, dass etwas möglich ist. Erfolgserlebnisse sind oft Voraussetzung für weitere Erfolge. Wenn es gut läuft, wird durch die Erfahrung der Selbstwirksamkeit oft eine positive Entwicklung in Gang gesetzt. Man lernt sich selbst besser kennen, entdeckt seine eigenen Grenzen und findet heraus, was man braucht. Hat man die inneren und äußeren Widerstände identifiziert und sich Strategien zu Recht gelegt, lassen sich diese Widerstände wesentlicher leichter überwinden.

Ressourcen und Resilienzarbeit

Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen. (Nelson Mandela)

Resilienz ist ein Begriff aus der Werkstoffphysik. Hier gelten Materialen als resilient, die nach Momenten der extremen Spannung wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren, wie etwa Gummi. Bei Menschen funktioniert das Prinzip ähnlich: Resiliente Menschen besitzen eine seelisch hohe Widerstandskraft und Beweglichkeit und sind deswegen psychisch weitgehend immun gegen die Angriffe des Schicksals. Ein Sinnbild ist das Stehaufmännchen. Menschen mit einer hohen Resilienz erholen sich nicht nur erstaunlich schnell von Stresssituationen, sondern haben auch die innere Haltung: „Was mir auch immer begegnet, ich werde damit umgehen und eine Lösung finden.“

In der Resilienzarbeit geht es darum, sich die typischen Fähigkeiten resilienter Menschen zu erschließen.

Ressourcen sind zunächst alle Kräfte, Stärken und Fähigkeiten, auch scheinbar destruktive, über die Menschen verfügen und die für eine Entlastung in einer belastenden persönlichen Situation und für einen Genesungs- und Heilungsprozess eingesetzt werden können.

Das Wort Ressource kommt aus dem lateinischen und bedeutet Quelle. Eine Ressource kann alles sein, was für jemanden eine Kraftquelle oder ein positives Potential darstellt.

Ressourcen sind etwas Wertvolles und Kostbares. Nicht immer sind uns unsere Ressourcen bewusst. Wir erleben es oft in Situationen, wenn wir unter Stress und Anspannung stehen, dass wir keinen Zugang zu unseren Ressourcen haben. Im Neurolinguistischen Programmieren sind Ressourcen die nutzbaren Energien, die zur Zielerreichung eingesetzt werden. Die Orientierung an den Ressourcen ermöglicht einen bemerkenswerten Perspektivenwechsel von einer Defizit- oder Krankheitsorientierung hin zu einer lösungsorientierten Sicht.

Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun - Klärungshilfe für Konflikte sowie die Weisheit des Inneren Teams nutzen

Kommunikation ist ein Vorgang, an dem jeder von uns täglich teilnimmt. Es sollte uns also leicht gelingen, uns klar und verständlich mitzuteilen und gleichzeitig eine gute Verbindung mit uns selbst und dem Anderen zu haben. Doch wir sprechen mit vier Schnäbeln und hören mit vier Ohren – und jede Nachricht hat vier Aspekte bzw. Seiten. Das ist das Vier-Seiten-Modell oder Modell der Kommunikationsquadrate von Friedemann Schulz von Thun. Es beruht auf der Annahme, dass jede Äußerung nach vier Aspekten (Seiten) hin interpretiert werden kann – vom Sender der Äußerung wie auch vom Empfänger.

  • Auf der Sachseite informiert der Sprechende über den Sachinhalt, d. h. über Daten und Fakten.
  • Die Selbstoffenbarung umfasst das, was der Sprecher durch das Senden der Botschaft von sich zu erkennen gibt.
  • Auf der Beziehungsseite kommt zum Ausdruck, wie der Sender meint, zum Empfänger zu stehen und was er von ihm hält.
  • Was der Sender beim Empfänger erreichen möchte, wird von der Appellseite repräsentiert.

Meist stimmen das vom Sender Gesagte und das vom Empfänger Gehörte so leidlich überein. Nicht immer klappt jedoch die Entschlüsselung der Nachricht, meist ist es eher wie beim Stille-Post -Spiel. Häufig kommt etwas bei uns an, was der Andere gar nicht sagt. Es ist kein Bier mehr im Kühlschrank, könnte eine rein sachliche Information sein, hören wir es allerdings auf unserem Appellohr, dann reagieren wir vielleicht mit Unmut: „Hol dir dein Bier doch selber“.

Schulz von Thuns Modell hilft, beim miteinander Reden die vielseitigen Botschaften, die eine Nachricht gleichzeitig enthält, zu klären.

Das innere Team

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ lässt Goethe Faust ausrufen. Einerseits möchte ich….Andrerseits. Das kommt ihnen allzu bekannt vor? Wer kennt sie nicht, die inneren Stimmen und den Widerstreit ihrer Meinungen. Wer in sich selbst hineinschaut, wird feststellen, dass er Viele ist. Lernen sie ihre Teammitglieder kennen, seien sie neugierig, wer sich mit wem verbündet. Welches Teammitglied bei ihnen das Sagen hat und wer - obwohl wichtig – mit leiser Stimme und selten spricht. Das Potential eines ganzen Teams steht bei Entscheidungen und Konflikten zur Verfügung, wenn es gelingt, die Stimmen unter einen Hut zu bringen und alle Anteile gewürdigt sind.

Systemisches Konsensieren

Systemisches Konsensieren ist eine neue konsensorientierte Entscheidungsmethode. Mit dem Fokus auf Kreativität und Vielfalt werden Lösungsvorschläge ermittelt und Konflikte nachhaltig gelöst. Die Methode ist einfach zu verstehen und anzuwenden. Die grundlegende Idee beim Systemischen Konsensieren ist es, den Widerstand einer Gruppe gegen eine Lösung oder einen Vorschlag zu messen, anstatt Pro-Stimmen zu zählen. Aus den selbst entwickelten Lösungsvorschlägen der Beteiligten, wird der Vorschlag ermittelt, der in der Gruppe die geringste Ablehnung erfährt.

Systemisches Konsensieren führt zu Lösungen, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme, Respekt und Konsens basieren. Sie gibt auch Gruppenmitgliedern, die eher zurückhaltend sind, die Möglichkeit einer gleichwertigen Berücksichtigung ihres Vorschlags.

Systemisches Konsensieren wird erfolgreich eingesetzt

  • in Mediation und Konfliktmanagement,
  • in Organisationen und Kliniken,
  • in Personal- und Betriebsräten sowie Wirtschaftsunternehmen.

Es eignet sich für Gruppen und Teams jeder Größe, angefangen in der Familie, in Vereinen, Arbeitskreisen, Projektteams bis hin zu Konferenzen, Wohnprojekten und Bürgerversammlungen. Weiterhin wird es erfolgreich im therapeutischen Bereich bei der Arbeit mit dem inneren Team eingesetzt.

Trancearbeit

 Die Wurzeln erzählen den Zweigen nicht, was sie denken.
(Weisheit aus dem Kongo)

Trance ist ein Sammelbegriff für veränderte Bewusstseinszustände. Trancearbeit bringt Menschen in Kontakt mit ihren Unbewussten, das außerhalb der Kontrolle unseres normalen Wachbewusstseins steht. Der Geist funktioniert hier auf eine andere Weise.

Trancearbeit eignet sich insbesondere dazu, sich in einen körperlichen und seelischen Entspannungszustand zu bringen. Selbstheilungskräfte, die in jedem Menschen vorhanden sind, können wieder aktiviert werden. In der Wachtrance eröffnet sich ein Raum, in dem man sich selbst auf tiefe Weise begegnet. Es können sich bislang unbewusste Motive in Bezug auf individuelle Probleme offenbaren. Die ins Bewusstsein geholten Bilder können dann zur Klärung der eigenen Lebenssituation beitragen. Verschiedene NLP-Techniken nutzen den Trancezustand, um Hintergründe für Symptome zu erfahren und ungenutzte Ressourcen zu aktivieren. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung integriere ich bei Bedarf.