Gesundheits- und Stressmanagement

Viele Menschen verbinden Stress mit bestimmten Situationen. Der Begriff „to stress“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Belastung, Spannung, Druck, Beanspruchung. Jeder Mensch reagiert individuell auf Anforderungen. Wichtig ist es, Belastungssituationen zu erkennen und zu schauen, wie man dem Druck im Lebensalltag begegnen kann. Wer persönliche Belastungen erkennt, kann sie mindern und mit passenden Verhaltensweisen darauf reagieren, bevor die Balance von äußerer Anforderung und inneren Ressourcen nicht mehr stimmt. Gut ist es, zu erkennen wo die eigene Belastungsgrenze derzeit ist und diese auch zu akzeptieren. Es ist Teil eines hilfreichen Stressmanagements, sich Ressourcen bewusst zu machen, diese zu stärken und wieder zum Fließen zu bringen sowie die eigene Resilienz zu stärken.

Die drei Dimensionen von Gesundheit:
Körper, Geist und Seele sind nur gemeinsam stark!

Das Menschenbild der modernen Medizin wurzelt in dem Denken des Philosophen Rene Descartes, das Körper und Geist trennt. Dass der Körper nichts anderes sei als ein mechanisch funktionierender Organismus. Krankheit ist dann lediglich eine Störung im Ablauf seiner Funktionen. Seit einiger Zeit findet hier ein Umdenken statt.

Nach 30 Jahren Klinikerfahrung kenne ich die Licht- aber auch die Schattenseiten der modernen Medizin. Meine Qualifikationen als Heilpraktiker (Psychotherapie, HGP), in körperbetonter Therapiemethodik sowie als NLP-Trainerin (DVNLP) ermöglichen es mir, die verschiedenen Dimensionen unseres Menschseins ganzheitlich zu sehen und wieder in Einklang zu bringen.

Eine Stressreaktion ist immer eine Antwort auf allen Ebenen. Wir reagieren immer als ganzer Mensch mit unserem Körper unserem Geist und unserer Seele.    

Wie funktioniert dreidimensionales Stressmanagement?

Bei der Stressbewältigung schauen wir uns Ihre Selbstsabotagemuster, Ihre häufigsten innerlichen und äußerlichen Stressfallen sowie Ihre persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen zur Bewältigung von Problemsituationen an.

Stress hängt maßgeblich mit den eigenen Werten und Ansprüchen zusammen. In unserer Gesellschaft haben wir früh gelernt, nur für unsere Leistung Anerkennung zu bekommen. Wären äußere Faktoren ausschließlich die Ursache von Stress, dann müssten alle Menschen unter den gleichen Bedingungen gleich viel gestresst sein. Und sicher haben auch Sie schon einmal erlebt, dass ein und derselbe Satz je nach Absender oder Tagesform ganz unterschiedliche Reaktionen bei Ihnen hervorgerufen hat. Wie auch immer, wir alle müssen lernen, mit den Anforderungen zurechtkommen oder bereit sein, neue Wege zu erkunden.

Mentales / geistiges Stressmanagement

Unser Verstand sortiert, bewertet und entwirft fortlaufend Strategien sowie Lösungen für Probleme, auch für solche die es vielleicht nie geben wird. Stresshormone sind Gedankenbeschleuniger. In Verbindung mit Warum-Fragen heißt das freie Fahrt fürs Grübelkarusell. Unser Kopf hat großen Einfluss auf die Befindlichkeit unseres Körpers. Die Art und Weise, wie wir in belastenden Situationen mit uns umgehen, trägt maßgeblich dazu bei ob wir seelisch und gesundheitlich in Balance sind.

Mit einem speziellen Testverfahren decke ich alte tiefsitzende Selbstsabotagemuster auf. Im Stressmanagement ist es wichtig Denkmuster zu erkennen, die uns hindern wohlwollend mit uns umzugehen und wieder in Kontakt mit uns zu kommen. Negative Gedanken zu stoppen und seine eigene Wertehierarchie zu erkennen und zu verändern ist dabei ein wichtiger Schritt. Sie verbessern die Beziehung zu sich und anderen Menschen.

Körperliches Stressmanagement

Je nach Gedankengang reagiert unser Körper mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Unser Körper spricht ständig zu uns. Er unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Denken sie mal intensiv an ein bevorstehendes unangenehmes Gespräch oder einen Vortrag - beginnt der Hals eng zu werden, der Puls sich zu beschleunigen und sie bekommen weiche Knie? Nicht nur die Seele beeinflusst unseren Körper, umgekehrt steuert auch der Körper unsere Gefühle und Gedanken. Nicht alle Menschen haben einen gleich guten Zugang zu ihren Gefühlen. Oft fällt es uns schwer, unsere Gefühle zu orten und zu benennen. Unterdrückte Gefühle kommen uns jedoch irgendwann teuer zu stehen.

Im körperlichen Stressmanagement lernen Sie, die Stimme des Körpers zu hören und auf seine Weisheit zu vertrauen. Spüren Sie, wie Körperbewegungen und Körperhaltungen eine heilende Wirkung auf ihre innere Haltung und Beweglichkeit haben. Erfahren Sie, wie Sie selber etwas tun können, und auf körperlicher Ebene akuten Stress rasch abbauen können.

Seelisches Stressmanagement

Und was braucht unsere Seele, das Herz? Eine aufrichtige Wertschätzung vor allen von sich selbst.

Selbstliebe ist für viele Menschen eine wirkliche Herausforderung. Im seelischen Stressmanagement geht es zunächst um eine Standortbestimmung. Wie gehe ich mit mir um. Stehe ich an meiner Seite und unterstütze mich so gut ich kann? Oder bin ich mein strengster Richter? Wer Selbstwert und Selbstbewusstsein empfindet, dem fällt es leichter, Veränderungsprozesse zu gestalten. Ein gutes Selbstwertgefühl ist das Immunsystem unserer Seele.

Mir einen speziellen Selbstwerttraining erweitern Sie Ihre Fähigkeiten, sich selbst besser zu verstehen und anzunehmen. Eine liebevolle Beziehung zu sich selbst ist auch einer der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit und Lebensfreude.

Für wen ist dreidimensionales Gesundheits- und Stressmanagement geeignet?

Dreidimensionales Stressmanagement ist geeignet für alle Menschen bei denen Stress nicht mehr die Bedeutung von passender Auslastung und Herausforderung hat, sondern von Überforderung und Überlastung. Dreidimensionales Stressmanagement unterstützt Sie, lösungsorientierte Sprach-, Denk- und Handlungsmuster zu finden. Ihre Rolle neu zu gestalten, zu leben und zu reflektieren. Ihre einschränkenden Glaubensätze zu ändern und Zugang zu wirksamen Lösungsressourcen zu finden.

Spezielle Anwendungsgebiete des dreidimensionalen Stressmanagements sind

Emotionales Essen - wenn die Seele hungert

Der Tag war stressig - Ärger mit dem Partner, die Freundin hat zum dritten Mal das Treffen abgesagt, die Autoreparatur ist doppelt so teuer wie gedacht, der Chef macht Druck. Sie fühlen sich angespannt, einsam, enttäuscht und überfordert. Der Weg in die Küche ist vorprogrammiert. Schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen und morgen wird dann gefastet. Fettes und Süßes schaffen erstmals Trost und Entspannung und senken den Stresspegel. Doch es dauert nicht lange und man fühlt sich schmerzlich als Opfer seiner selbst. Selbstwert und Achtung, die eh schon am Boden waren verabschieden sich nun endgültig. Dabei handelt es sich hier keineswegs um eine Charakterschwäche, keinen verlorenen Kampf gegen den inneren Schweinehund oder Disziplinlosigkeit. Unser Appetit wird gesteuert von den stärksten Lust- und Frustzentren, die es im Gehirn gibt. Der Zusammenhang von Stress und Gewicht wird schon lange diskutiert. Für den Neuroendokrinologen Prof. Dr.med. Peters ist Dauerstress die zentrale Ursache für Übergewicht. Vor allem das Hormon Cortisol spielt hierbei eine Rolle. Neben einer erblichen Veranlagung kommen bei Übergewicht Lebensumstände wie Stress, Überforderung, Einsamkeit und andere psychosoziale Ursachen hinzu.

Emotionales oder Komfort Essen zählt zunächst nicht zu den Essstörungen nach DSM-5 oder ICD 10. Kristina Herber, die zusammen mit Prof. Michael Macht am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität in Würzburg arbeitet, fand heraus, dass vermutlich jeder Dritte ein gesteigertes Essverhalten zeigt, um negative Emotionen zu bewältigen. Wie bei vielen Dingen macht auch hier die Dosis das Gift. Jeder isst mal, um belastende Emotionen abzubauen. Schwierig wird es, wenn dieses Verhalten zum Automatismus wird und wir leiden, weil wir keine anderen Wahlmöglichkeiten haben.

Nur wird dieser Lösungsweg auf Dauer gesehen mehr Probleme schaffen als lösen. Zu Schuldgefühlen und Scham kommt die stetige Gewichtszunahme hinzu, was wiederum zu erhöhter emotionaler Belastung führt. Ist es mein Herz, meine Seele, die hungert, oder verlangt mein Körper nach Nahrung. Die sinnigsten Verhaltensregeln helfen nicht weiter, wenn emotionaler Hunger das Essen bestimmt, wenn es die Seele ist, die hungert. Es geht nicht darum, in eine Kleidergröße zu passen, sondern in sein Leben. Dazu gehört auch, seine Gefühle und Bedürfnisse in die eigene Verantwortung zu nehmen. Sich Konflikten zu stellen, anstatt Schwierigkeiten zu vermeiden und nicht ja zu sagen wenn ich eigentlich nein meine. Achtsamkeit entwickeln. Hier setzt das Dreidimensionale Stressmanagment ein.

Wer die Beziehung zu sich selbst ändert, der ändert auch die Beziehung zum Essen.

Schwangerschaft und Geburt

Rund um Schwangerschaft, Geburt und danach. Depressionen, Ängste und andere Probleme

Eine Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderung und es ist nicht verwunderlich, wenn Sie neben Freude und Glück sich auch verunsichert und besorgt fühlen. Zunächst ist es völlig normal wenn Sie sich hin und wieder unsicher fühlen oder sich Sorgen machen ob es Ihrem Kind gut geht oder Sie die kommende Geburt überfordern könnte. Kaum ein anderes Lebensereignis weckt so viele widersprüchliche Emotionen. Manchmal beeinflussen belastende Erinnerungen an vergangene Ereignisse die Schwangerschaft und die Geburt. Vielleicht hatten Sie eine Schwangerschaft, die frühzeitig zu Ende ging und es fällt ihnen schwer, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Dann ist es wichtig, seine Gefühle zeigen zu können, darüber zu sprechen und so den Verarbeitungsprozess zu beginnen. Frühere Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen können besonders anfällig für Ängste machen. Auch depressive Verstimmungen verstärken die Neigung zu Ängsten und Sorgen.

Wenn Sie ihre Schwangerschaft also so gar nicht recht genießen können oder unter massiven Ängsten leiden, dann ist es sinnvoll sich Hilfe zu holen, um übermäßigen Stress bei sich und ihrem Baby vorzubeugen. Je früher Sie das tun umso besser. Auch die Angst vor der Geburt ist häufig ein Tabuthema. Manchmal ist die Angst so groß, dass eine natürliche Geburt nicht in Frage zu kommen scheint. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, um ihre Ängste zu bewältigen. Für einige Frauen kann ein Kaiserschnitt die bessere Lösung sein, doch es ist gut, sich mit den Ängsten auseinanderzusetzen, die mit der Geburt verbunden sind, um dann den passenden Weg für sich finden. Lernen Sie Strategien, wie Sie mit der Belastung und ihren Ängsten besser umgehen können und wie Sie sich gleichzeitig mit der neuen Rolle vertraut machen können.

Stressmanagment nach der Geburt… eigentlich sollte ich glücklich sein

Vielleicht haben Sie sich intensiv auf die Geburt und die Zeit danach vorbereitet. Theoretisch war alles klar. In der Praxis lief oder läuft vieles ganz anders. Die Gefühle werden häufig durcheinander gewirbelt, ohne dass man dagegen etwas tun kann. Meist dauert es eine Zeit bis sich Körper und Seele auf die neue Situation eingestellt haben. Nicht allen Frauen fällt der Übergang in diese neue Lebensphase von Anfang an leicht. Geben Sie sich Zeit. Wenn Sie allerdings so gar nicht mehr zu Ihrer alten Form zurückfinden, Sie über einen längeren Zeitraum antriebslos, verzweifelt bleiben, an ihrem Kind keine Freude haben und viel Grübeln, dann sollten Sie sich unbedingt Hilfe holen. Ein normaler Baby Blues - die häufigste Form einer Wochenbettreakion - auch bekannt als Heultage, bedarf keiner Behandlung und geht rasch vorbei. Eine postpartale (nachgeburtliche) Depression betrifft beinahe jede sechste Frau. Sie kann unterschiedlich stark ausfallen, unterscheidet sich jedoch grundlegend vom Baby Blues. Eine Behandlung ist spätestens dann angebracht, wenn Sie mit dem Alltag nicht mehr zurechtkommen. Wenn Sie mehr als zwei Wochen Gedanken haben wie:

„Ich bin wohl Schuld, dass mein Baby so unruhig ist“ – „Eigentlich glaube ich nicht, dass ich das alles schaffe“ - „Obwohl mein Baby so lieb ist, fühl ich mich immer so schlecht“ – „Alles wird mir zu viel, nichts macht mehr Freude“ – „Es ist alles so traurig“ – „Ich habe Angst mein Baby zu verletzen“.

Oder Sie vermeiden bestimmte Situationen, z. B. dass Sie nicht mehr aus dem Haus gehen, weil Sie glauben, dass das Kind sicherlich schreien wird.

Wenn Sie zudem noch körperliche Anzeichen wie Herzrasen, Schwindel oder Zittern haben, machen Sie sich das Leben nicht unnötig schwer. Schämen Sie sich nicht, holen Sie sich Hilfe. Das hat nichts mit Verrücktsein zu tun. Es ist vielmehr ein Signal der Seele, auf das Sie hören sollten. Wir reagieren immer als ganzer Mensch.

Ich arbeite seit 25 Jahren in der Klinik vorwiegend mit Müttern und Babys. Was meiner therapeutischen Arbeit einen großen Erfahrungsschatz bietet. 2002 habe ich eine Weiterbildung zur Still- und Laktationsberaterin gemacht und die Prüfung zur IBCLC.

Burn on statt Burn out

Burn out

Das Leiden ist ernst, auch wenn es ein Begriff ist, der für viele Überlastungszustände unserer Zeit steht. Burn out - ein eindeutiger Begriff ohne eindeutige griffige Symptome. Ein wenig Burn out ist wohl von Zeit zu Zeit in jedem von uns. Doch häufig werden erste körperliche Symptome, wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit nicht wahr- oder nicht ernst genommen. Können Sie nicht abschalten, nicht Nein sagen? Dann sind sie gefährdet.

Zunehmend mehr Menschen haben Schwierigkeiten den Alltag zu bewältigen. Es ist wichtig chronischen Stress frühzeitig zu erkennen, bevor die Seele das Licht ausknipst.

Mobbing

Es kann jeden treffen und überall stattfinden. Wenn Feindseligkeiten oder Intrigen über Monate anhalten und die Situation für den Betroffenen immer auswegloser wird, können massive körperliche Beschwerden auftreten. Es gibt keine einheitliche Definition des Begriffs. Mobbing ist in der Alltagssprache immer häufiger zu einem Synonym für schlechte Behandlung und Fertigmachen geworden.

Mobbing-Opfer leiden unter chronischen Stresssymptomen. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen sind stark in Mitleidenschaft gezogen.